Wir und das Bier: Beck’s Pale Ale

Unser Pub Crawl in Boston begründete auch bei uns seit 2012 eine Begeisterung für Craft Beers. Wir werden in loser Reihenfolge unsere Bier-Erlebnisse hier vorstellen. Heute haben wir uns keinem Craft-Produkt, sondern dem Produkt einer Großbrauerei geöffnet: dem Beck’s Pale Ale.

Das Öffnen der Flasche erfolgt mit einem etwas freudlosen Knirschen. Der zögerlich entströmende muffige Duft hat einen fruchtigen Schatten. Die Bildung des Schaums beim Einschenken erfolgt zurückhaltend und er löst sich schnell auf. Die Farbe überzeugt: Der Lebensmittelentwickler, der für das Pale Ale von Beck’s verantwortlich zeichnet, orientierte sich bei der Farbwahl offenbar am exakten Pantone-Farbwert „Bernstein“. Das Bier ist völlig klar.IMG_20170419_215843_01

Im Glas entwickelt sich der Duft zu einer verschlafenen Mango-Note. Es gibt keinen prägenden Charakter. So kann man sagen, das Beck’s Pale Ale möchte gefallen ohne weh zu tun. Oder auch: Es traut sich nichts.

Im Trinken bildet sich ein leicht säuerlich-bitterer Nachgeschmack, der an Ananas erinnert und auch nicht interessant ist. Der Hauptgeschmack ist ganz klar Bier, ohne die ganzen Sperenzchen, die wir aus der Craft Beer-Szene sonst kennen. Ein würzig-hopfiger Geschmack – aber einfach nur als Bier zu bezeichnen. Der Geschmack ist schon ausgewogen und rund, damit also auch ohne Ecken und Kanten. Kein Skandal, dafür aber auch keine Aussage.

Das Beck’s Pale Ale ist anhaltend angenehm feinperlig. Es empfiehlt sich der Genuss bei Kühlschrank-Temperatur. Als wir das erste Mal deutsche Pale Ales probierten, war das Beck’s Pale Ale unser Favorit und hinterließ einen runden und ausgewogenen Eindruck. Heute, ein paar Jahre später, wirkt es auf uns lahm. Für Neulinge in der Pale Ale-Welt ist es dennoch eine gute Empfehlung für den ersten Schritt.

Die Bier-Daten:

  • Bier: Beck’s Pale Ale
  • Brauerei: Beck & Co, Bremen
  • Alkoholgehalt: 6,3% vol.
  • Hopfen: Cascade
  • Flaschengröße: 0,33l
  • Abgefüllt: unbekannt
  • MHD: 30.09.2017
  • Verkaufspreis: ca. 1,25€ pro Flasche
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Über gordians

Wintermud ist eine Verballhornung aus meinem Stadtteil Winterhude und "Wintermute" von Neuromancer. Ein tiefer Sinn liegt nicht darin.
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