Ruby Sparks in der Sneak

Nun war ich schon ein paar mal in der Sneak im Streits und wollte ja auch immer was dazu schreiben… Aber einige Filme waren die Mühe nicht wert. Der Film in dieser Woche war Ruby Sparks. Der Film soll am 29.11.2012 in Deutschland in die Kinos kommen. Die Hauptcharaktere sind ein erfolgreicher Jungautor zunächst mit Schreibblockade und die von ihm geschaffene Figur seines zukünftigen Romans namens Ruby Sparks.

Gegenüber den Möglichkeiten, die mich sonst in der Sneak hätten treffen können (Dread 3D, diverser anderer Müll) war Ruby Sparks nach 7 Psychos mein Favorit. Ich hatte den schon beim Filmfest Hamburg im Visier und wollte ihn sowieso sehen. Das Regisseur-Duo Dayton/Faris hatte schon Little Miss Sunshine gemacht, von dem ich Gutes gehört hatte. Aber mittlerweile war ich auch schon vor einem Langeweile-Film gewarnt worden. Gute Basis für eine offene Erwartungshaltung.

Um es kurz und schmerzlos zu machen: Der Film ist öde inszeniert, von den Schauspielern brillieren nur wenige und auch der Plot haut niemanden um: Der introvertierte und langweilige Jungautor Calvin Weir-Fields prokrastiniert, erträumt sich seine Traumfrau und dann taucht diese – immerhin originell Stück für Stück (nicht wörtlich) – im Leben des Autors auf und ist seine Freundin. Das klappt natürlich nur eine Weile, dann gibt es Verwicklungen, eingeleitet durch einen sinnfreien Besuch bei der Mutter (mit einem sinnfreien wenn auch originell von Atonio Banderas gespielten Stiefvater): Ruby entdeckt das Leben und will zu anderen Menschen. Als sie sich von Calvin abzuwenden droht, schreibt er sie sich anhänglich, dann schreibt er sie um in überdreht lustig und dann… ist ja auch egal.

Die Darstellerin der Ruby Sparks und gleichzeitig die Autorin des Drehbuchs, Zoe Kazan, macht ihre Sache gut. Allerdings ist ihre Rolle immer ein bisschen überdreht. Die Rolle des Calvin hat Paul Dano übernommen, der mir letztens in There will be Blood deutlich gemacht hat, dass er gut und intensiv spielen kann. Seine Rolle nervt schnell und kann nicht überzeugen.

Erinnert hat mich die Story natürlich gleich an Stranger than Fiction, ein Film, der ein ähnliches Setting enthält, nur dass die Perspektive umgedreht ist. Zudem ist Stranger than Fiction im Charakter Design, in der Inszenierung und im Plot viel origineller.

Erneut mein Fazit: Schaut mal rein, wenn der im Fernsehen kommt.

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Über gordians

Wintermud ist eine Verballhornung aus meinem Stadtteil Winterhude und "Wintermute" von Neuromancer. Ein tiefer Sinn liegt nicht darin.
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