The Big Year in der Sneak

Mein zweiter Abend in der Sneak im Streits seit langem. Ein Kreis von Kolleginnen und Kollegen geht dort allwöchentlich hin und ich schließe mich einmal im Monat an. Dieses Mal feiertagsbedingt erst Mitte des Monats.

Der Film diese Woche: The Big Year. Der Film wird wohl Mitte Juni in Deutschland unter dem idiotischen Namen „Ein Jahr vogelfrei!“ in die Kinos kommen. Allerdings verstehe ich die Notwendigkeit, dem Film einen Titel für den deutschen Markt zu geben: In den USA ist das Big Year offenbar eher ein Begriff. Dabei macht sich eine Horde von Hobby-Ornithologen für ein Jahr auf in einem Wettstreit darüber, wer die meisten Vögel im Staatsgebiet der USA sichten kann. Bei uns kennt so einen Quatsch natürlich niemand. Wir haben ja schon Karneval oder Schützenfeste.

Meine stille Hoffnung, dass der neue Wes Anderson-Film Moonrise Kingdom in die Sneak kommt, war auf jeden Fall zerschlagen. Nun ja, da muss ich da wohl regulär hin.

Der Film nimmt einen guten Start: Eine historische Rückschau in gezeichneten Schautafeln erklärt (gesprochen von John Cleese, wie es zu der Tradition des Big Years kam. Dann werden drei Charaktere eingeführt, die alle an diesem Big Year teilnehmen. Der eine (Owen Wilson) ist der Rekordhalter und ist wunderbar abstoßend gespielt. Die anderen beiden – Steve Martin und Jack Black, letzterer gibt auch den Erzähler der Story – machen ihre Rollen auch ganz gut. Am tollsten ist Anjelica Huston in der Nebenrolle einer bärbeißigen Skipperin.

Die Story ist sehr hoolywood-menschelnd: Die Konkurrenten Steve Martin und Jack Black freunden sich letzdendlich an und finden zu ihrem Leben. Und der abstoßende Owen Wilson verliert über seine Verbissenheit seine Frau. Was den Film halbwegs rettet ist das skurrile Thema und das dazu passende Spiel der Charaktere.

Fazit: Schaut mal rein, wenn der im Fernsehen kommt.

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Über gordians

Wintermud ist eine Verballhornung aus meinem Stadtteil Winterhude und "Wintermute" von Neuromancer. Ein tiefer Sinn liegt nicht darin.
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